Umwelt & Klima

pflugZwischen dem Weltklima und der Qualität unserer Böden gibt es einen engen und untrennbaren Zusammenhang welcher bisher viel zu wenig betrachtet wurde. Erst seit geringer Zeit wird der Boden von Wissenschaftlern intensiv untersucht. Jetzt wird analysiert, wie Böden atmen und wie diese Kohlenstoff aufnehmen, denn guter und an Humus reicher Boden ist einer der wichtigsten und natürlichsten CO² Speicher. Die Natur hat im Laufe der Erdgeschichte überschüssiges CO² immer einfach in Biomasse umgewandelt.

 

Heute funktioniert das nicht mehr – warum?

Bis vor kurzem waren wir oft noch weit entfernt vom vollständigen Verständnis darüber, welch vielschichtiges Leben in unseren Böden herrscht und welche komplexen mikrobiologischen Strukturen in ihm wirken.  Bis heute wird Ackererde häufig nur als Grundlage für das Pflanzenwachstum betrachtet. Dabei greift man in der Landwirtschaft zu immer aufwendigeren Maßnahmen, um möglichst hohe Ernteerträge zu erzielen. Jedoch wurde bisher kaum darüber diskutiert, welche Auswirkungen die Intensivbewirtschaftung mit schweren Maschinen und Chemikalien auf die Böden hat. Hinzu kommen die Klimaänderungen, welche in der Zukunft noch stärkere Regenfälle aber auf deutlich häufigere Dürreperioden verursachen werden. Daher ist es höchste Zeit, die Entwicklung weltweiter Bodenverluste und -schäden durch unsachgemäße landwirtschaftliche Bodenbewirtschaftung zu erkennen, entsprechend umzudenken und zu handeln!

Welchen Einfluss haben Art und Intensität der Landwirtschaft auf unser Klima und die Umwelt?

Ein mehrjähriges Forschungsprojekt der Technischen Universität München beschäftigte sich mit den Vorteilen des Ökolandbaus und verglich dazu Analysen von 20 Naturlandbetrieben und 10 konventilonellen Vergleichsbetrieben. Auftraggeber waren die Hofpfisterei, der Naturlandverband sowie die Meyermühle. Die Ergebnisse sind dabei eindeutig und zeigen, dass die Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe, die Art und Intensität der Flächennutzung als auch die Anbauverfahren erheblichen Einfluss auf die Stoffwechsel- und Energieflüsse haben.

Bezogen  auf die genutze landwirtschaftloche Fläche, aber auch bezogen auf die erzeugten Produkte weist der ökologische Landbau deutlich geringere Treibhausgasemissionen auf. Dazu geht er mit den verfügbaren Stockstoffmengen weitaus effizienter um. Durch den ökologischen Landbau wird nicht nur die Artenvielfalt gefördert und weniger Treibhausgase wie Co² und N²O emittiert sondern auch das Grundwasser wird mit weniger Nitrat belastet, da weniger überschüssiger stickstoff zur Verfügung steht. Durch den Vezicht auf Agro-Chemikalien, welche oft sehr energieintensiv hergestellt werden verbrauchen ökologische Naturlandbetriebeviel weniger fossile Energie!

 

Studien belegen eindeutig, das ökologisch bewirtschaftete Böden durch durch vielfältige Fruchtfolge mit Leguminosen in Verbindung mit gezielter organischer Düngung eine sehr positive humusbilanz aufweisen. Kohelnstoff wird durch Humusaufbau gebunden, dass heißt der Boden wirkt als aktiver CO² Speicher und entlastet unsere Atmospähre!