Lösungsansatz

Was müssen wir besser machen um unsere Böden nachhaltig nutzen zu können und unser Klima zu schützen?

Die Lösung für diese zuvor genannten Probleme liegt in Wirklichkeit in einer neuen, ökologischen Landwirtschaft, welche wieder Humus in den Böden aufbaut. Ein guter Boden weist eine hohe Wurzeldichte und eine große Menge an organischem Material auf und widersteht Niederschlag und Ausschwemmung durch große Mengen durchlässiger, mit Sauerstoff angereicherter Erde. Humus ist dabei die Stickstoffquelle des Bodens. Durch mikrobiellen Abbau wird Stickstoff aus seiner organischen Bindung freigesetzt (mineralisiert) und damit pflanzenverfügbar. Dabei ist Humusqualität umso höher zu bewerten, je stickstoffreicher die organische Substanz – d.h. je enger ihr Kohlenstoff/Stickstoffverhältnis (C/N) ist. 

Bei näherer Betrachtung erweist sich der Boden als vielschichtiges Universum. Unter dem Mikroskop zeigt sich eine Vielzahl von Mikroben – manche davon sind in Ihrer Gattung den Tieren andere den Pflanzen zuzuordnen. Unter günstigen Bedingungen können aus einer einzigen Bakterie in 2-3 Tagen Millionen werden. An diesem Leben hängt die Fruchtbarkeit der Erde. Heute ist man darum bemüht die neuen Erkenntnisse zur Bedeutung des Bodens in die Praxis umzusetzen. Die moderne Landwirtschaft steht heute vor entscheidenden Fragen:

feldWie kann man die Bodenqualität maßgeblich verbessern, die Bodenlebewesen fördern und wie wird Boden langfristig zum Kohlenstoffspeicher? 

Die Antwort auf diese Fragen lautet: Kompost

Überall auf der Welt fallen enorme Mengen an Rohorganik an, welche bisher noch als „Abfall“ behandelt werden aber eigentlich wertvolle Rohstoffe sind. Diese organischen Materialen können, wenn sie gesammelt und gezielt vorbehandelt werden, wesentlich zu einem effizienten Humusaufbau im Boden beitragen. Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz von Kompost ist allerdings das „Know How“ – wie man die Ausgangssubstanzen in eine stabile Form von Kohlenstoff umwandelt: Herstellungstechnik.